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Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Ölwechsel?

Bei Old- und Youngtimer ist er vor der Überwinterung des Fahrzeuges, also gegen Ende des Herbstes. Folgende Gründe sprechen klar dafür: Neues Öl schützt den Motor besser vor innerer Korrosion und bildet weniger Kondenswasser. Durch die noch voll intakten Antioxidanten ist die Alterung des ungebrauchten Öls wesentlich geringer. Gebrauchtes Öl ist stark mit Benzinrückständen durchsetzt. Dabei entstehen Säuren, welche für schädliche Reaktionen an den Motorenbauteilen verantwortlich sind. Fazit: Wer seinen Motor langfristig schützen will, der ersetzt das Öl am Ende jeder Fahrsaison!

Motorenöle

Die guten Eigenschaften eines neuwertigen Öls vermindern sich einerseits mit zunehmendem Alter (Zeitfaktor) und anderseits mit jedem zurückgelegten Kilometer (Verschleissfaktor). Kondenswasserbildung durch die Temperaturschwankungen im Motor, Ölverdünnung durch Benzinkondensat, Verschmutzung durch chemische Nebenprodukte aus der motorischen Verbrennung und normalen Metallabrieb, Alterung durch Sauerstoffoxidation, Druck– und Scherbelastungen usw. erschweren es dem Öl, seine Aufgaben zuverlässig zu erfüllen und Schäden an Bauteilen und Lagern zu verhindern. Aus diesen Gründen ist es sehr wichtig, das Öl und den Ölfilter einmal pro Jahr oder beim Erreichen der vorgeschriebenen Anzahl Kilometer zu wechseln. Auch wenn das Fahrzeug wenig oder nicht bewegt wird und in einer trockenen Garage steht, vermindert sich die Qualität des Öls. Durch die Feuchtigkeit und den Sauerstoff, die in unserer Atemluft immer vorhanden sind, findet eine sogenannte Alterung (Oxidation) statt. Diese reduzieren die chemische Stabilität und die Eigenschaft des Korrosionsschutzes des Öls. Standschäden an Bauteilen sind so vorprogrammiert.

Getriebe-, Achs- und Automatenöle

Der normale Alterungsprozess dieser Öle verläuft ähnlich dem eines Motorenöls. Da sie nicht in Kontakt mit Verbrennungsrückständen kommen, bleiben sie lange Zeit sauber und die Verschmutzung durch chemische Reaktionen ist wesentlich geringer. Hohe Zahnflankendrücke, die zwischen den Zahnrädern entstehen (Scherkraft), sorgen mit der Zeit für einen starken Leistungsabbau dieser Öle. Deshalb wird ein Getriebeölwechsel alle 3-4 Jahre empfohlen. Bei Overdrive-Getrieben ist es notwendig die vorhandenen Ölfilter regelmässig zu ersetzen.

Praktischer Hinweis

Motor auf Betriebstemperatur bringen und altes Öl ablassen. Motor mit neuem Öl unbedingt betriebswarm fahren. So erreicht das neue Öl alle Schmierstellen und konserviert den Motor von innen. Motor während der Winterlagerung nie kurz anlassen. Dies würde zu Kondenswasserbildung führen.

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