Arbeitsschutz beim Reifenwechsel
Während der Reifenwechsel-Saison laufen die Geschäfte in den Garagen auf Hochtouren. Dabei wird häufig unterschätzt, welche Gefahren für die Mitarbeiter bestehen können. Der Einsatz geeigneter Arbeitsschutzmassnahmen ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch essenziell, um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten. Die richtige Schutzausrüstung spielt hierbei eine zentrale Rolle und sollte in keiner Garage fehlen.
Ohne passende Schutzmassnahmen können beim Reifenwechsel Verletzungen wie Schnittwunden, Quetschungen oder sogar dauerhafte Schäden an Gehör, Augen und Rücken etc. entstehen. Schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schwerwiegende Folgen haben. Daher ist der Arbeitsschutz und dessen konsequente Einhaltung unverzichtbar.
Die richtige Schutzausrüstung
Schutzhandschuhe: Robuste, schnittresistente Handschuhe schützen vor scharfen Kanten, Metallteilen und Schmutz. Sie sorgen zudem für besseren Halt bei der Arbeit mit Werkzeugen und Reifen.
Sicherheitsschuhe: Arbeitsschuhe mit Stahlkappen verhindern Verletzungen durch schwere Reifen oder herabfallende Werkzeuge. Rutschfeste Sohlen bieten auf öligen oder nassen Böden zusätzliche Sicherheit.
Gehörschutz: In der lauten Werkstattumgebung, wie beispielsweise beim Einsatz von Schlagschraubern während des Reifenwechsels, schützt ein Gehörschutz vor dauerhaften Hörschäden.
Schutzbrille: Beim Arbeiten mit Maschinen wie Reifenmontier- oder Auswuchtmaschinen minimiert eine Schutzbrille das Risiko von Augenverletzungen durch wegspringende Teile oder Schmutzpartikel.
Arbeitskleidung: Funktionale und langlebige Kleidung schützt die Haut vor mechanischen Einwirkungen sowie Schmutz und sorgt für Komfort während der Arbeit.
Unterstützende Hilfsmittel
Zur Reduzierung körperlicher Belastungen und zur Unterstützung bei anspruchsvollen Tätigkeiten wie dem Reifenwechsel stehen in der Werkstatt zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung:
Reifentransportwagen: Diese praktischen Wagen ermöglichen eine einfache und ergonomische Bewegung von Reifen innerhalb der Werkstatt.
Radheber: Ein unverzichtbares Hilfsmittel, das Räder auf die gewünschte Höhe hebt und dabei den Kraftaufwand für die Mitarbeiter reduziert.
Exoskelett: Dieses innovative Hilfsmittel unterstützt beim Heben, Tragen und Halten schwerer Gegenstände wie Kompletträder und entlastet den Rücken erheblich.
Arbeitsschutz zahlt sich aus
Investitionen in hochwertige Schutzausrüstung und ergonomische Hilfsmittel zahlen sich aus – nicht nur durch die Vermeidung von Arbeitsunfällen und krankheitsbedingten Ausfällen, sondern auch durch die gesteigerte Zufriedenheit der Mitarbeiter.
Garagen, die auf durchdachten Arbeitsschutz setzen, stärken zudem ihr Image und schaffen Vertrauen bei Kunden und Mitarbeitern. Die richtige Schutzausrüstung ist daher nicht nur ein Muss, sondern ein entscheidender Faktor für den nachhaltigen Erfolg einer Garage.
Hinweis: Die Branchenlösung BAZ bietet massgeschneiderte Arbeitsschutzkonzepte für das Automobilgewerbe. Sie umfasst Schulungen, Risikobewertungen und persönliche Schutzausrüstung, um die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu verbessern. Ziel ist es, Unfälle und Berufskrankheiten zu minimieren und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.