RDKS

Reifendruckkontrollsysteme


Seit dem 1. November 2014 müssen alle in der EU und in der Schweiz zugelassenen Neuwagen mit einem sogenannten Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgerüstet sein. Im Laufe der nächsten Jahre werden Neuwagen mit diesen zusätzlichen Sensoren auf den Markt kommen, wobei zwischen zwei Systemen unterschieden wird.

Direktes System
Pro Rad misst ein verbauter Sensor den Reifenfülldruck sowie die Lufttemperatur innerhalb des Reifens. In regelmässigen Abständen senden die Sensoren ihre aktuellen Messwerte an das Steuergerät des Fahrzeuges. Diese Systeme können schleichende oder auch schnelle Druckverluste an allen Reifen erkennen, da sie direkt den Druck überwachen. Je nach Anzeigekonzept bekommt der Fahrer eine Information über den aktuellen Druckwert im Klartext, die er entweder ständig in der Anzeige sieht, oder über Knopfdruck abfragen kann oder auch nur eine Warnung bei zu geringem Reifendruck.

Indirektes System
Das indirekte Reifendruckkontrollsystem verwendet die Raddrehzahlen als Berechnungsgrundlage (ESP/ABS) zur Feststellung eines Druckverlustes. Dabei werden andauernd alle vier Raddrehzahlen verglichen.

Gründe und Vorteile dieser Massnahme:

  • Geringerer Kraftstoffverbrauch und dadurch geringerer CO2 Ausstoss. Hat ein Reifen beispielsweise 0,6 bar zu wenig Druck, verbraucht ein Auto bis zu 4% mehr Kraftstoff, zudem kann sich die Lebensdauer der Pneus um bis zu 45% verkürzen
  • Optimierung des Bremsweges
  • Untersuchungen zufolge ist jeder dritte PW mit falschem Luftdruck unterwegs
  • Weniger Unfälle aufgrund von platzenden Reifen, da frühzeitig Warnung bei Druckverlust

 Hauptanforderungen an RDKS (gemäss UNECE R64)

  • Erkennung von plötzlichem Druckverlust (Durchschlagprüfung)
  • Erkennung von schleichendem Druckverlust (Diffusionsprüfung)
  • Geschwindigkeitsanforderung ab 40 km/h